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Gälner Hymne
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1273 zum ärschten mol benannt,
war domols noch von dichten Wald besamtes Land,
von dr Natur nich grod verwehnt.
Unner grußer Nut gestehnt,
doch mit Behaarlichkät un Mut
macht’n sich de Leit dos Flackel Ard ze gut.


Viel is passiert in all dann Gahr’n in unnern Ort,
Pest un Kriege rissen manchen miet sich fort.
Ausgenutzt von Herrenleut, aufgelehnt und nich bereut
un immer aufracht, nie gebächt,
dos hot dann Menschenschloch von Afang a geprächt.


Glück auf mei Gäln, of Dir do sei mer stolz.
Un mir Gälner sei aus ganz besondern Holz.
Hier in Gäln, do läßt’s sich lahm.
Es ka of darer Walt ka schännres Flackel gahm.


Mor hot von Barggeschrei de hier nech viel gehärt.
Dafür war’n Handwerksleit von Gäln weit rim begehrt.
Fraunhänd war’n ganz geschickt,
hom gewabt, gespunne un gestrickt.
Es war nich äfach all die Zeit.
Nie aufgegahm, ’s hot sich geluhnt, dos wiß mor heit.


Ob Kriege, Krankhät, bitt’re Nut, ob Missgeschick,
ob braune, rute, griene, schwarze Poletik,
wenn a gruße Fatzen flieng,
mir lossn uns nich unnerkrieng.
Trächt a dos Togwark manch’ Sorch’ und Müh,
blebt stark, tut nich verzaang, denkt zu de Alten hie.


Glück auf mei Gäln ...


Un wenn mir änes Tochs mol zu dan Ahnen zähl’n,
soll’n a de Kinner stolz sei of dos schiene Gäln.
Se warn’s noch besser machen, do gibt’s känne Froch.
Se warn a Fahler mochen bis zum jüngsten Toch.
Mir sei när Menschen, kä lieber Gott,
doch unner Herz werd ewig schlog’n für diesen Ort.


Glück auf mei Gäln ...



Text: Steffen Kleinhanns/Hendrik Seibt
Musik: Hendrik Seibt/Andreas Mann
Musikal.-techn. Bearbeitung: Robert Seibt


 

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