Am Volkstrauertag am 16. November wurde auch in Gelenau wieder derer gedacht, die in den Kriegen ihr Leben lassen mussten. Ein kleiner Kreis von Bürgerinnen und Bürgern traf sich zur Gedenkfeier am Ehrenmal „Ich hatt‘ einen Kameraden“, um die Erinnerung wachzuhalten.
Der diesjährige Volkstrauertag stand im Zeichnen von 80 Jahren Ende des Zweiten Weltkrieges. Was für ein Glück, über so einen langen Zeitraum im Frieden leben zu dürfen! Aber wer ist sich dieses Glücks wirklich bewusst? Die Zahl derer, die die Schrecken und Folgen des Krieges am eigenen Leib erlebt haben, schwindet zunehmend. Je mehr die Erinnerungen an diese Tragödie verblassen, desto weniger nehmen wir die Bedeutung von Frieden wahr.
Bürgermeister Knut Schreiter brachte in seiner Ansprache klar zum Ausdruck, dass der Volkstrauertag uns daran erinnert, dass Frieden nicht selbstverständlich ist, dass er ein Geschenk und zugleich eine Aufgabe ist. Der Volkstrauertag schaut nicht nur zurück – er hält uns den Spiegel vor. Er fragt uns: Welche Verantwortung tragen wir? Wie schützen wir Frieden? Wie verhindern wir Hass, Ausgrenzung und Gewalt? Der Bürgermeister machte deutlich, dass Frieden im Großen, aber auch im Kleinen beginnt, und betonte, dass wir die Vergangenheit nicht ändern, aber wir aus ihr lernen können.
Pfarrerin Rebekka Oesterreich wandte sich ebenfalls mit bewegenden Worten an die Anwesenden. Im Anschluss an ihre Rede lud sie dazu ein, gemeinsam das Vaterunser zu beten.
Gedacht wurde auch der über 560 Gelenauer Opfer des Zweiten Weltkrieges. Ihnen zu Ehren ist am Ehrenmal eine Gedenkstele errichtet worden, deren Einweihung am 8. Mai dieses Jahres stattfand.Die Gedenkfeier zum Volkstrauertag wurde musikalisch umrahmt durch den Posaunenchor der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Gelenau, bei dem wir uns für die Unterstützung recht herzlich bedanken.

Foto: Hans

